Student sein = Arm sein? So finanzierst du dein Studium!

Studenten unterhalten sich

Den meisten StudentInnen steht das Wort Geldsorgen von Anfang bis Ende des Studiums auf die Stirn geschrieben. Verständlich, Studieren ist oft der erste Schritt in das selbstständige Leben, eine eigene Wohnung, selbst Kochen… und den ganzen Tag unentgeltlich lernen. Dass diese Rechnung nicht aufgeht ist klar. Deshalb sollte man sich als StudentIn genau informieren welche Einkommensmöglichkeiten man hat. Zuerst ein paar Zahlen:

Ein Zehntel der Studierenden wird tatsächlich komplett von den Eltern finanziert – diesen Luxus hat nicht jeder. Der Durchschnittsstudent bekommt jedoch 200-300 Euro monatlich von seinen Eltern gesponsert. Sage und schreibe 60% der Studierenden gehen neben dem Studium einer Arbeit nach (im Durchschnitt 19,9 h/Woche), jedoch können nur 12% damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Lediglich 1% aller Studierenden erhält ein Stipendium – diese Einkommensquelle ist also eher unwahrscheinlich. Also was bleibt?

Studienbeihilfe

Studienbeihilfe kann jeder beantragen, auch online, einen Versuch ist es also wert. Der jährliche höchstmögliche Betrag liegt bei 6.000 € (500 € monatlich), oder auch 8.580 € (715 € monatlich) wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Beispielsweise wenn man nicht mehr bei den Eltern wohnt, weil man auswärts studiert (z.B. in Wien) und das tägliche Pendeln vom Studienort nach Hause zu den Eltern nicht zumutbar ist. Die Studienbeihilfe verringert sich durch ein hohes Einkommen der Eltern und falls du jährlich mehr als 10.000 € verdienen solltest. Mit Handysignatur lässt sich ein Antrag jedoch in 30 Minuten online stellen. Auch wenn beide Eltern arbeiten, solltest du die Möglichkeit nutzen, weil ein bisschen was ist immer drin, selbst wenn es monatlich nur 50 € sind – das Wochenende muss schließlich auch finanziert werden. 😉

Familienbeihilfe

Deine Eltern bekommen Familienbeihilfe für dich bis zu deinem 24. bzw. unter bestimmten Voraussetzungen bis zu deinem 25. Geburtstag. Das sind rund 200 € monatlich. Die Familienbeihilfe steht deinen Eltern zu und wird deswegen auch auf ihr Konto überwiesen. Wenn du jedoch wegen dem Studium nicht mehr bei deinen Eltern wohnst hast du eine Verhandlungsbasis damit sie die Familienhilfe an dich weiterleiten, da du ja für deinen Unterhalt nun selbst sorgen musst.

Nebenjob

Die Mehrheit der Studierenden arbeitet nebenbei, wenn auch nur geringfügig. Ob in der Gastronomie oder als Aushilfe im Einzelhandel, neben dem Studium sind so durchaus noch 400 € dazu zu verdienen, ohne dass Förderungen gestrichen werden. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass man sich im Semester vollkommen aufs Studieren konzentriert und in den Sommer-, und Semesterferien Vollzeit arbeitet und sich so 3.000 € bis 4.000 € anspart, die dann aufgebraucht werden können. Besonders sinnvoll ist es, wenn du dir einen Nebenjob suchst, der zu deinem Studium passt, ob als Informatikstudent in der IT-Abteilung einer Versicherung oder als Webdesignstudentin beim Aufbau und der Wartung einer Start-Up Website. Das kommt super gut an in deinem Lebenslauf und erleichtert dir später auch den Berufseinstieg.

Wenns wirklich brennt, gibt es natürlich auch die Möglichkeit eines Studienkredites, beispielsweise wenn du schon Familie hast und dich zur Masterarbeit voll auf dein Studium konzentrieren willst ohne von einem Nebenjob abgelenkt zu werden. Einen Studienkredit bekommst du bei den meisten Banken, wenn du unter 30 Jahre bist zu relativ guten Konditionen. Frag bei Bedarf einfach bei deinem/deiner BeraterIn nach.

Wenn du dir vor deiner Laufbahn als StudentIn über diese Punkte Gedanken machst, solltest du (zumindest finanziell) sorgenfrei durchs Studium kommen. In diesem Sinne – Viel Erfolg!